Der Verein setzt sich ein für
wirksamen Umweltschutz,
insbesondere für Erhaltung und Schutz
von Natur und Landschaft.

(§ 2 Vereinssatzung)   

  Brexbachtal Grenzau   

Unteres Brextal

 

 

 

 

 

Beiträge 

Aktionen

 

 

  Störung Lebensraum Wald

  Resolution gegen Westerwald - Autobahn

  Westerwald - Autobahn vom Tisch

  Westerwald - Verein ist nicht nur Wanderverein
 

  Bäume pflanzen

  Bäume schützen

  Landschaft schützen und erhalten

 

 

 


 
red03_next.gif Störung Lebensraum Wald

Naturgemäss erwarten Erholungssuchende und Wanderer im Westerwald eine einigermassen intakte Landschaft. Diese Erwartungshaltung schliesst besonders Wald und Wild mit ein.
Der Wald ist ein wichtiger Bestandteil im Freizeitangebot unserer Region. Häufige Störungen des notleidenden Wildes hat den "gestörten" Wald zur Folge. Das erklärt sich recht einfach:
Rehwild und Rotwild haben artspezifische Lebensansprüche und sich hieraus ergebende Verhaltensweisen.
Das sind im Wesentlichen:

  • Nahrungsaufnahme
  • Feindvermeidung
  • Körperpflege
  • Fortbewegung
  • Sozialverhalten

Diese fünf Basisbedürfnisse erfordern für diese Wildarten "passende" Landschaft und Ruhe.
Die passende Landschaft sucht sich das Wild selbst aus  -  im Rahmen der Gegebenheiten und mit Inkaufnahme von zu verkraftenden Nachteilen. Für die Ruhe müssen wir Menschen sorgen  -  im Rahmen unserer Möglichkeiten und mit Inkaufnahme, dass Nullstörung nicht zu schaffen ist.

Jeder begangene Weg ist für das Wild ein Störungsband von mindestens 100 m (!) Breite.

Mit der Markierung der uns anvertrauten Wanderwege leistet der Westerwald - Verein einen wesentlichen Beitrag zur Minimierung der Wildstörungen.
Markierte Wanderwege haben Leitungsfunktion, sie bewahren die Wanderer davor, sich zu verlaufen und auf der Suche nach dem "richtigen" Weg quer Beet zu gehen und dann in Ruhezonen des Wildes einzudringen.
Wenn möglich, werden parallel verlaufende Wanderrouten auf eine gemeinsame Wegführung zusammengelegt, denn eine Parallelführung von Wegen - manchmal nur weniger als 100 m  von einander entfernt - bedeutet eine massive Einengung des Lebensraumes der Wildtiere. Das führt dann zu höherer Wilddichte mit allen negativen Folgen für den Wald (> Verbiss- und Schälschäden an Jungbäumen) und das Wild (> Krankheiten durch Störungen bei Nahrungsaufnahme und Körperpflege).

 
      Frei laufende Hunde im Wald sollte es bei Hundehaltern mit Verantwortungsgefühl für Naturschutz nicht geben!

J e d e r
 frei laufende Hund kann und wird auch Wildtiere beunruhigen und hetzen. Der Hund spürt mit seinem naturgegebenen Instinkt die Nähe vorhandener Wildtiere. Das wird im Normalfall dazu führen, dass die Tiere aus ihrem Einstand gejagt werden und zur Unfallgefahr für den Strassenverkehr werden. Und die Hetze kann im Zaun eines Gatters enden. Dann ist dem Reh ein qualvoller Tod durch den Hund sicher. Ganz gleich wie "erfolgreich" der wildernde Hund ist, jede tiefgreifende Störung veranlasst das Wild, das gewohnte Äsungsverhalten zu ändern. Es wird aus Angst nicht in der Feldflur äsen, sondern den Nahrugsbedarf im Wald durch Verbeissen und Schälen der Jungbäume decken. Der grösste Schaden entsteht dann bei den Sämlingen der Buche.

Es sollte unser aller Anliegen sein, bei jeder Gelegenheit auf die Gefahren zu verweisen, die durch frei laufende Hunde besonders im Wald entstehen.
Wir Wanderer sollten uns auch nicht scheuen, ruhig den betreffenden
Hundebesitzer darauf anzusprechen.  

Quellen: Forschungsarbeiten Drs. Bergmann, Guthörl, Kalchreuther, Lutz u.a.
Manuskipt Erich Kaiser WWV Bonner Jägertag 1998

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red03_next.gif Resolution gegen Westerwald - Autobahn

Unnau, 17.05.02
Die Delegierten der Jahreshauptversammlung 2002 des Westerwald - Vereins e.V. repräsentierten insgesamt 5.881 Mitglieder und haben sich mit 5.544 Ja-Stimmen und 337 Enthaltungen gegen einen Autobahnausbau im Westerwald ausgesprochen.
Den Wortlaut der Resolution (Entschliessung) können Sie hier lesen:
    "Der Westerwald-Verein spricht sich nachdrücklich gegen den Bau einer Autobahn vom Dernbacher Dreieck nach Siegen
aus, wie sie das Land Rheinland-Pfalz dem Bund zur Aufnahme in den Verkehrswegeplan vorgeschlagen hat. Zwar ist unser heutiges Streben ohne leistungsfähige Strassen nicht denkbar. Andererseits beeinträchtigt der Strassenbau Natur und Menschen, z.B. durch Landschaftsverbrauch, Eingriffe in das Landschaftsbild, Lärm und Abgase. Neue Autobahnen können deshalb nur in Betracht kommen, wenn ihr Nutzen gegenüber den Nachteilen deutlich überwiegt. Das ist bei der vorgeschlagenen Autobahn nicht der Fall: Ihre Vorteile für die Region sind gering und können durch Ausbau vorhandener Strassen mindestens ebenso gut (und billiger) erzielt werden; die Schäden für Landschaft und Menschen wären dem gegenüber enorm.

Die nun diskutierte Autobahn hat eine wesentlich geringere verkehrstechnische Bedeutung als die bisher geplanten Ost-West-Achsen. Die Negativaspekte werden auch durch überregionale Begründungen  (z.B. Entlastung des Kölner Rings) nicht aufgewogen; der Westerwald darf nicht als "Opfer-Region" missbraucht werden.

Der Westerwald-Verein als Interessenvertreter der gesamten Region wird im Rahmen seiner Möglichkeiten alles tun, um den Bau der Autobahn zu verhindern."

Die Resolution soll u.a. dem Verkehrsministerium Rheinland-Pfalz übermittelt werden. Am 02.10.02 findet zwischen WWV-Hauptvorständen und Staatsminister Bauckhage (Wirtschaft und Verkehr) ein Gespräch statt.

Quellen:  Der Westerwald Heft 3 und Heft 4, 95. Jahrg.

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 red03_next.gif Mai 2004:   Westerwald - Autobahn endgültig gestrichen !

Bei der Neufassung des Bundesverkehrswegeplans waren sich Bundesregierung und CDU einig. Die A 48 - Verlängerung vom Dernbacher Dreieck durch den Westerwald zur A 45 bei Freudenberg/Siegen ist wegen fehlendem Bedarf endgültig gestrichen.
Der seit Jahren vorangetriebene Ausbau der in etwa parallel verlaufenden Bundesstrasse 255 mit den neuen entlastenden Ortsumgehungen brachte wohl den Ausschlag bei der Kosten-Nutzen-Analyse zum geplanten Autobahnausbau. Der Mainzer Verkehrsminister Bauckhage (FDP) hatte sich bis zum Schluss für sein Verkehrsinfrastrukturprojekt besonders eingesetzt.

Quelle: Westerwälder Zeitung, 01.06.2004

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 red03_next.gif "Nur um das Wandern allein
geht es im Westerwald - Verein nicht;
vielmehr gilt es auch, die Schätze und das Brauchtum des Westerwaldes zu hüten.
Wenn es um Struktur und Landschaft geht, müssen wir uns einmischen."

 Tony Alt, ehem. Hauptvorsitzender  Westerwald - Verein e.V.

 

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 letzte Bearbeitung 27.12.2013